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EhepaarausStuttgartTolles Ambiente, sehr freundliches und aufmerksames Personal, gutes Preis-Leistungsverhältnis, traumhafte Lage.
Schloss zu Hopferau
Schloßstraße 9-11
D-87659 Hopferau

Tel.: +49 (0) 83 64 - 98 48 9 - 0
Fax: +49 (0) 83 64 - 98 48 9 - 44
E-Mail: info@schloss-hopferau.com

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Terminkalender

Konrad Zuse als Künstler im Allgäu
Samstag, 25. Juni 2022, 16:00
Bis Freitag, 22. Juli 2022

Ausstellungseröffnung & Vortrag

Erstmals sind die Holzschnitte vom Konrad Zuse in einer speziellen Ausstellung zu sehen. Schloss zu Hopferau fühlt sich dem Erbe Zuses verpflichtet und initiiert wiederkehrend Veranstaltungen, um das Leben und Schaffen des weitgehend unbekannten Computerpioniers zu ehren. Das kreative Genie arbeitete als Werbegrafiker und Bauingenieur, doch sein Lebenswerk ist die Erfindung des ersten funktionsfähigen programmierbaren Computers.

Zuse Holzschnitte web

Konrad Zuse liebte die Wissenschaft und arbeitete begeistert an der legendären Rechenmaschine Z4, dem ersten funktionsfähigen Computer der Welt. Doch er war zeitlebens auch ein leidenschaftlicher Künstler. Während seiner Zeit im Allgäu fertigte er Holzschnitten von Alpenlandschaften und hielt sich und seine Familie damit über Wasser.
Zum Ende des Krieges floh Zuse mit seiner Frau Gisela von Berlin ins Allgäu. Vom 27. April 1945 bis Oktober 1949 lebte er in Hinterstein und Hopferau. Als Flüchtling war es ihm zuerst nicht möglich an seiner Z4 zu arbeiten und er bestritt stattdessen seinen Lebensunterhalt mit seiner zweiten Leidenschaft: der Kunst.
Konrad Zuse fertigte eine Vielzahl an Holzschnitten an, die er Einheimischen und die Alliierten (Marrokaner / Franzosen) verkaufte, um etwas zu Essen zubekommen. Unter den Motiven sind Kirchen, Kapellen, Bauernhäuser und die wunderschöne Landschaft rund um das Bergdorf Hinterstein.
1946 nahm Zuse die Arbeit an dem Z4 wieder auf. Im Mehllager neben dem Schloss zu Hopferau kam es zur ersten kommerzeilen Anwendung der vollautomatischen und frei programmierbaren Rechenmaschine und ist somit auch die Geburtsstunde des digitalen Zeitalters. Nach der Gründung des Zuse Ingenieurbüro Hopferau 1947 und dem Ausbau der Z4, wurde der Computer 1950 an die ETH in Zürich verkauft, die mit der Rechenmaschine komplexe technische und statische Berechnungen durchführte.

Der Sohn des Computer Genies, Prof. Dr. Horst Zuse, wird am 25.06.22 im Schloss zu Hopferau einen Vortrag halten - über die Flucht aus Berlin nach Hinterstein mit der Maschine Z4 im Gepäck, wie er mit den Widrigkeiten der Nachkriegszeit umgegangen ist sowie mit Kreativität und Entschlossenheit seine Familie ernährte, seinen Computer zum Laufen brachte und das Zuse Ingenieurbüro Hopferau mit 3 Mitarbeitern gründete. Prof. Dr. Klaus Waldschmidt wird im Anschluss eine Einordnung der Zuse Maschine in die allgemeine Entwicklung der heute üblichen Computer und Ihrer Architektur vornehmen.
Der Tandemvortrag markiert auch den Beginn der 4-wöchigen, kostenfreien Ausstellung im Treppenhaus des Schlosses, mit 22 hochwertigen Reproduktionen der Holzschnitte die Konrad Zuse in der Zeit von 1945-49 angefertigt hat. Erstmals sind die Arbeiten aus dieser Schaffensphase gesammelt in einer speziellen Ausstellung zu sehen. Das Buch „Konrad Zuse - Hinterstein / Hopferau und die Holzschnitte“ von Prof. Dr. Horst Zuse wird ebenso erstmals vor Ort zu erwerben sein. 

25. Juni 2022 - 16:00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Horst Zuse und Prof. Dr. Waldschmidt
Zu Zuses Zeit im Allgäu und Einordnung der Zuse Maschinen in die Entwicklung der Computer und Ihrer Architektur. 
Eröffnung der Ausstellung 

26. Juni bis 22. Juli 2022
Ausstellung mit 22 Reproduktionen der Zuse Holzschnitte
Täglich von 10–20 Uhr
Eintritt frei!

 

Zuse Potrait web
Computerpionier und Künstler: Konrad Zuse 1946