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Schloss zu Hopferau
Schloßstraße 9-11
D-87659 Hopferau

Tel.: +49 (0) 83 64 - 98 48 9 - 0
Fax: +49 (0) 83 64 - 98 48 9 - 44
E-Mail: info@schloss-hopferau.com

Anfahrt über GoogleMaps

Bis zum 06. Januar 2019 kann die Ausstellung täglich von 11 bis 22 Uhr besichtigt werden. 

Erleben Sie eine Zeitreise durch die digitale Welt. Dort wo Computerpionier Konrad Zuse einst das digitale Zeitalter begründete, findet eine einzigartige Ausstellung statt, die Kunst, Kreativität und Technik vereint. Denn Konrad Zuse stellte in Hopferau seine legendäre Rechenmaschine Z4 fertig, der ersten kommerziell genutzten Computer der Welt und markiert damit den Startpunkt für die heutige Digitalisierung.

Im Gegensatz zu Bill Gates oder Steve Jobs ist Konrad Zuse der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Dabei war er so vielseitig wie die Einsatzmöglichkeiten moderner Rechner heute. Das kreative Genie arbeitete als Werbegrafiker und Bauingenieur. Seine Leidenschaft galt der Kunstmalerei. Doch sein Lebenswerk ist die Erfindung der ersten funktionsfähigen programmierbaren Rechenmaschine - eines Computers - sowie der ersten höheren Programmiersprache - dem Plankalkül.

ANNO 1468 5
Konrad Zuse 1948 an seiner Rechenmaschine Z4 in Hopferau und 1975 in seinem Atelier in Hünfeld.

Neben dem Einblick in Zuses Leben als Künstler, Erfinder und Unternehmer sowie in die Entwicklung von der mechanischen Rechenmaschine zur digitalen Datenverarbeitung, wirft die Ausstellung auch einen Blick in die Zukunft und beschäftigt sich mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Machine Learning, Digitalisierung und der Rolle der Kreativität im digitalen Zeitalter. Sie dürfen sich auf Multimedia-Inhalte sowie eine interaktive Installation freuen, bei der Sie selbst zum Künstler werden.

Schloss zu Hopferau war, vor über 70 Jahren, stiller Zeuge der gerade beginnenden Computerrevolution und bietet heute sowohl eine Rückschau auf Zuses Zeit im Allgäu, als auch einen Blick in die Zukunft.

Word Art Zuse

Welche Rolle spielt der Mensch wenn intelligente Roboter, lernende Computer und selbstfahrende Autos uns die Arbeit abnehmen werden? Konrad Zuse hatte bereits in den 30iger Jahren eine Antwort auf diese Frage: Wir haben Zeit für kreative Ideen und Lösungen, denn um die Ecke denken kann der Computer (noch) nicht.

Flyer der Ausstellung

Ohne den Einsatz von Unternehmen, Firmen und Institutionen wäre die Ausstellung #Digitale Zeitreise im Schloss nicht möglich. So danken wir Prof. Horst Zuse, der Bild- und Textmaterial sowie die original Bauteile aus den Zuse-Maschinen bereitgestellt hat. Prof. Wolfgang Karl der die Darstellungen zur Entwicklung des Computers wissenschaftlich begleitet, seine Mitarbeiter die 3D-Animationen erstellt haben. Auch danken wir Marcel Ullrich der seine neuronale Zeichensoftware auf Zuses Bilder programmiert hat. Und zuletzt dem Konrad-Zuse-Museum Hünfeld welches Infomaterial und die original Kunstwerke des Computerpioniers für die Zeit der Ausstellung überlassen.

Unsere Unterstützer:

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Grußwort Staatminister Pschierer 

Als bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie setze ich mich neben dem flächendeckenden Breitbandausbau auch für die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft aber vor allem für die von Bürgern und Politik ein. Dabei geht es mir um Transparenz und Nähe, wichtige Faktoren für unsere Wirtschaft. Wenn die Digitalisierung die Karten der Zukunft neu mischt, müssen wir diese digitale Welt aktiv mitgestalten. Da heißt es jetzt Tempo machen, damit wir uns im Wettbewerb behaupten, die hohe Lebensqualität erhalten und unsere Werte und  Traditionen auch in Zukunft wahren können. In Zukunft wird der Standort immer weniger wichtig, gerade auf dem digitalen Markt für Dienstleistungen liegt dieser auch im ländlichen Raum. Da hat es mich besonders gefreut als ich von der Ausstellung #Digitale Zeitreise im Schloss gehört habe. Dass der Computer in Deutschland und nicht etwa in den USA oder in China erfunden wurde, ist etwas Besonderes. Konrad Zuse hatte mit seiner vierten Rechenmaschine 1945 den ersten frei programmierbaren Digitalrechner geschaffen. Um dem Chaos am Ende des Zweiten Weltkrieges zu entgehen flüchtete er in das kleine Hopferau im Allgäu. Drei Jahre verbrachte er dort, stellte die Z4 fertig und vermietete sie dann an die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich. Damit war der Computer aus dem Allgäu der erste kommerziell eingesetzte Computer der Welt. Wenn wir es schaffen die digitale Innovation wieder dort zu ermöglichen, wo sie einmal aus Not entstanden ist, dann sehe ich der Digitalisierung regional wie national positiv entgegen. Das Engagement aus den kleinen Gemeinden ist wichtig, vor allem wenn nicht nur zurück, sondern auch mutig nach vorne geschaut wird, wie es die Ausstellung im Schloss zu Hopferau macht. Das Wissen um die Zeit Zuses in Hopferau hat das Potenzial, die jüngere Generation für die Informatik und das Digitale zu begeistern und sie in den Regionen zu halten. Neben dem Leben Konrad Zuses, der Entwicklung des Computers zeigt die digitale Zeitreise im Schloss den wahrscheinlich wichtigsten Aspekt in der digitalen Zukunft auf. Der Computerpionier war auch leidenschaftlicher Grafiker und Kunstmaler, ohne die nötige Kreativität wäre es ihm wohl nicht gelungen diese fantastischen Maschinen zu entwerfen und zu bauen. In der Ausstellung sind Kunstwerke Zuses zu sehen und eine zentrale Frage der Digitalisierung wird gestellt. Was bleibt den Menschen, wenn Künstliche Intelligenz und Roboter uns die Arbeit abnehmen? Da fällt mir und den Machern der Ausstellung vom Schloss zu Hopferau und der BERA GmbH nur eine Antwort ein: Kreativ sein.

Pschierer Schloss zu Hopferau